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	<title>on every brand new day &#187; Nachgedacht</title>
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	<description>Meine Gedanken zu jedem neuen Tag</description>
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		<title>Hunde sind doch auch nur Menschen!</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 15:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufreger]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://rheker.wordpress.com/2010/05/22/schnell-einschlafern/">Kollege Sascha berichtet &#252;ber den Lapsus der stern.de-Redaktion, nach dem die Halterin von vier &#8220;Kampfhunden&#8221; eingeschl&#228;fert wurde.</a> Leider nur ein Lapsus. Aber dann re&#252;ssiert er scharf wie immer.</p>
<p><!--more-->Nachdem die vier Hunde die Nichte der Halterin totgebissen hatten, wurden sie vom Amtstierarzt eingeschl&#228;fert und nun schreien alle &#8220;Kampfhund&#8221; und fordern h&#228;rtere Gesetze gegen ebensolche.</p>
<p>Nun, Hunde sind fleischfressende S&#228;ugetiere, wie der Mensch auch. Und &#228;hnlich verh&#228;lt er sich auch.</p>
<p>Mit guter Erziehung, ausreichender Sozialkompetenz und einem passablen Umfeld wird aus ihm kein Killer. Das gilt auch f&#252;r den Hund. Lassen wir die vereinzelten Individuen auf beiden Seiten einmal au&#223;en vor, die aufgrund irgendeiner Veranlagung, von mir aus auch genetisch, ein hohes Aggressionspotential und asoziales Verhalten aufweisen.</p>
<p>Der Mensch besitzt eine Gesellschaft mit gewissen Werten, die aus der Kultur geboren sind, und die von den &#196;lteren an den Nachwuchs weitergegeben werden. Der Hund, kollektiv als Rasse betrachtet, ist da nicht ganz so weit. Nix gro&#223;e Gesellschaft mit ausgewiesener Kultur. Vielmehr intuitives Sozialverhalten, wie es von den Rudelf&#252;hrern an die anderen weitergegeben wird.</p>
<p>Nun nehme man vier Kinder und sperre sie in kontrollierte Verh&#228;ltnisse weg und gebe ihnen in einem Mindestma&#223; Ausbildung und soziales Verhalten mit. Ich behaupte einfach mal, dass es, egal ob Hundekinder oder Menschenkinder, kein allzu gutes Ende nehmen wird. Unterdr&#252;ckung und erzwungenes Verhalten resultieren in beiden F&#228;llen in Aggression und sozialer Inkompetenz. Wenn dann noch, da sonst nichts da ist, ein starkes Gruppengef&#252;hl aufkommt, in dem soziales Verhalten nur an den Gruppenmitgliedern ausgerichtet ist, dann passieren eben Katastrophen.</p>
<p>Es gibt Hunde, die aufgrund ihrer Physis gef&#228;hrlicher sind als die Rhekersche Franz&#246;sische Bulldogge, es gibt auch Rassen, die von Natur aus eine gr&#246;&#223;ere Aggression, z.B. in Form von st&#228;rkerem Jagdtrieb, Rudeltrieb etc. aufbringen als andere. Aber dennoch bleibt es dabei: das Umfeld macht aus einem Hund einen gef&#228;hrlichen Hund. Punkt.</p>
<p>Die Hunde in meinem Umfeld, von meinen Zwei angefangen, &#252;ber ihre 8 besten Kumpel, hin zu den ca. 25 guten Freunden&#8230; da sind alle Rassen und Gr&#246;&#223;en vertreten und dennoch verstehen sie sich gl&#228;nzend. Weil es ein gutes soziales Umfeld gibt, sie alle Menschen als Rudelf&#252;hrer haben, die gut zu ihnen sind. Und dennoch w&#252;rde ich auch da kein kleines Kind in die Mitte setzen. Denn wenn nur einer anf&#228;ngt rumzust&#228;nkern, k&#246;nnten die anderen trotzdem mitmachen. Und das gilt auch f&#252;r Franz&#246;sische Bulldoggen: einer alleine ist nicht das Problem, in der Gruppe sieht das schon anders aus. Vier Franz. Bulldoggen bringen einen zwar nicht um, aber den Grund zum Einschl&#228;fern liefern sie auch.</p>
<p>Und da sind wir wieder an dem Punkt von Herrn Rheker: warum die Hunde gleich einschl&#228;fern? Nun, klar k&#246;nnte die Forensik mit lebenden Hunden mehr anfangen und die eigentlichen Ursachen erkunden. Hundepsychologen k&#246;nnten ergr&#252;nden, ob es das Umfeld oder die Genetik war, dem man die Schuld zuweisen kann. Aber das will ja keiner. Dem Hund w&#252;rde ja niemand mehr trauen und dann werden sie lieber umgebracht als sich mit ihnen zu besch&#228;ftigen. Auch das ist halt echt menschlich&#8230;</p>
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		<title>Die Freiheit zu sein</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 21:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[sechs3]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>Warum es normal ist, dass man seine zeitliche Selbstbestimmung verliert und wie man sie sich in Teilen zur&#252;ckerobert</strong></p>
<p>Zeit ist ein kostbares Gut. Jeder, der zu wenig Zeit hat, ist sich dieser Tatsache bewusst. Doch wie kann man denn zu wenig Zeit haben?</p>
<p><!--more--></p>
<p>Objektiv betrachtet ist Zeit f&#252;r jeden gleich und eigentlich ausreichend vorhanden. Und doch gibt es Menschen, die aus dem ihnen gegebenen Zeitrahmen einen gr&#246;&#223;eren Teil Freizeit extrahieren k&#246;nnen als andere. Denn auch wenn dem Vielbesch&#228;ftigten schon w&#228;hrend der Arbeit die Zeit ausgeht, um den einen oder anderen Termin noch einschieben oder ein Projekt fristgerecht beenden zu k&#246;nnen, so spielt sich Zeitmangel meistens in der Freizeit ab.<br />
An der freien Zeit wird oft gespart und manches Mal noch eine weitere Stunde zugunsten der Arbeitszeit abgezwackt. Allerdings geschieht dies selten freiwillig. Nur wenige Gl&#252;ckliche sind in der Lage, ihren zeitlichen Arbeitsablauf wirklich nach eigenem Gusto zu gestalten. Die meisten werden doch eher von &#228;u&#223;eren Einfl&#252;ssen getrieben und sind dabei nicht mehr in der Lage, selbst &#252;ber die eigene Zeit, insbesondere die Freizeit, zu bestimmen.<br />
W&#228;hrend in Stechuhr-geregelten Arbeitsverh&#228;ltnissen eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit herrscht, ist man bei selbstst&#228;ndiger Arbeit oder Besch&#228;ftigung in einer f&#252;hrenden Position mit der Verantwortung f&#252;r das Zeitmanagement selbst belastet. Und schnell werden daraus die Ungl&#252;cklichen, die sich selbst bzw. ihre Freizeit zu Gunsten von Erfolg und Verantwortlichkeiten opfern.<br />
Das hinterl&#228;sst auf Dauer Spuren. Man f&#252;hlt sich in seiner Freiheit beschnitten, gehetzt, gejagt. Rastlos und unter stetiger Anspannung erledigt man eine Aufgabe nach der anderen, nimmt Termine wahr und verplant die eigene Zeit mit neuen Terminen. Die beste Voraussetzung, um dadurch (und durch weitere Stressoren) in einen Burnout zu geraten. In diesem Zusammenhang f&#228;llt sofort das Stichwort Work-Life-Balance ein. Nun geht es dabei um eine ausgeglichene Gewichtung von Arbeit und Privatleben, wobei jedoch ein wichtiger Faktor unterschlagen wird:<br />
Wer bestimmt denn wirklich &#252;ber die Zeiteinteilung in der Work-Life-Balance?<br />
Ein ausgeglichenes Privatleben ist sicherlich ein sehr effektiver Ausgleich f&#252;r eine sehr fordernde Arbeit. Aber auch im Privaten wird man schnell in der Selbstbestimmung beschnitten. Denn soziale Kontakte, ob in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis, bedingen  ein gewisses Ma&#223; an Kompromissbereitschaft und Toleranz hinsichtlich der eigenen Zeitplanung: Freitagabend mit Bekannten Essen gehen, Samstagmittag mit der Herrenrunde ins Stadion, Sonntagnachmittag zu den Schwiegereltern zum Kaffeetrinken. Und schon ist das Wochenende rum und man hatte nicht einen Tag, den man nur f&#252;r sich selbst verplanen und nutzen konnte. Mit zunehmender Sozialisierung steigert sich das bis zum viel beschriebenen Freizeitstress. Man will ja allen gerecht werden.<br />
Das hei&#223;t dann aber, dass es zur Work-Life-Balance noch eine weitere Balance zu finden gilt, die sowohl f&#252;r Life als auch f&#252;r Work ihre G&#252;ltigkeit besitzt: Um im Anglizismus zu bleiben, nennen wir sie einfach die Me-Others-Balance. Kurz, wer entscheidet &#252;ber mich und meine Zeit. Ich oder Andere. Im Job wie auch im Privatleben.<br />
Das Zauberwort zur L&#246;sung dieser Me-Others-Problematik ist so einleuchtend wie kurz: „Nein“.<br />
Es ist nicht leicht, auch einmal „Nein“ zu sagen. Ob es zu einem neuen Auftrag ist, der eigentlich nicht zu bew&#228;ltigen ist, oder zu einer Einladung zum Abendessen. Aber dieses „Nein“ schafft Freir&#228;ume. Selbst erk&#228;mpfte Freir&#228;ume, die dann auch zur pers&#246;nlichen Disposition stehen.<br />
Man l&#228;uft dabei Gefahr, dass man von Anderen pl&#246;tzlich als egoistisch und egozentrisch wahrgenommen wird. Die einzige Ma&#223;nahme, um das zu verhindern, ist die Kommunikation mit den Betroffenen. Mit zunehmender N&#228;he zu diesen wird das auch zusehends wichtiger. Der eigene Partner sollte schon genau verstehen, warum man sich anders verh&#228;lt als sonst, warum man sich auch einmal Zeit nur f&#252;r sich selbst herausnimmt. Und: Dass der Vorschlag, auch mal getrennt Urlaub zu machen, eigentlich kein Grund f&#252;r Missstimmungen ist.<br />
Die meisten Menschen d&#252;rfte allein die Vorstellung, dieses thematisieren zu m&#252;ssen, schon von der Umsetzung abschrecken. Jedoch ist zu bedenken, dass die Folgen bei Unterlassung und beim Fortf&#252;hren des gewohnten Gejagt-Werdens eine weitaus gr&#246;&#223;ere Z&#228;sur nach sich ziehen kann. Denn die Folgen eines Burnouts sind f&#252;r das berufliche wie auch private Umfeld sehr viel schwerwiegender, als mal die T&#252;r zuzumachen und eine halbe Stunde ein gutes Buch zu lesen oder mal eine Woche alleine mit Meerblick die Seele baumeln zu lassen.<br />
Klar wird auch der Chef nicht gl&#252;cklich sein, wenn man einen Kundenauftrag ablehnt. Die Freunde, die zum Essen eingeladen haben, sind gewiss ebenso nicht begeistert &#252;ber eine Absage, aber der Mensch ist nicht umsonst mit der Gabe der Kommunikation ausgestattet. Wenn man dar&#252;ber redet und darlegt, dass eine Absage kein pers&#246;nlicher Affront ist, es momentan aber schlicht zu viel ist, dann sollten Chefs wie auch Freunde daf&#252;r Verst&#228;ndnis aufbringen.<br />
Ein „Nein“ sollte also immer eine Option sein. Nur so kann man sich bei allzu starker Vereinnahmung durch andere einen Teil seiner selbst zur&#252;ckholen. Diesen meist m&#252;hsam zur&#252;ckeroberten Freiraum sollte man dann aber auch konsequent f&#252;r sich selbst behalten und nicht gleich wieder auf einem anderen Altar opfern. &#220;ber die m&#246;gliche Umsetzung m&#246;ge jeder selbst befinden. Allgemeing&#252;ltige Rezepte hierf&#252;r gibt es nicht. Jedoch gilt immer noch: Alles hat seine Grenzen. Wer sie (er-)kennt und rechtzeitig handelt, vermeidet den Frontalzusammensto&#223;.</p>
<p><em>Kolumne aus der Rubrik &#8220;Tiefgang&#8221; aus unserem neuen Magazin &#8220;<a href="http://www.sechs3.de">sechs3workstyle</a>&#8220;, ab Anfang November erh&#228;ltlich und online.</em></p>
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		<title>Stern olé, Spiegel oje&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 21:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Webdesign & -standards]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>W&#228;hrend stern.de uns heute mit einer sehr weitreichenden Neugestaltung seines Angebots &#252;berraschen konnte, ist es beim Spiegel wohl eindeutig dem Sommerloch zuzuschreiben, dass es stellenweise mit dem inhaltlichen Niveau in den Keller ging.</p>
<p><!--more--><a href="http://www.stern.de/">Stern.de</a> war heute Mittag pl&#246;tzlich nicht mehr der Stern, der einem so vertraut war. Eine umfassende Frischzellenkur sorgte bei mir zun&#228;chst f&#252;r Verwunderung, gefolgt von milder Begeisterung und abschlie&#223;ender Attestierung von &#8220;Eiern in der Hose&#8221; der Entscheider, dass sie so einen drastischen Schritt in Richtung Moderne gewagt haben. Ob das neue Design den Online-Lesern gef&#228;llt, bleibt abzuwarten, aber ich pers&#246;nlich begr&#252;&#223;e es, jedoch jenseits des eigentlichen Erscheinungsbilds, eher im Sinne von &#8220;es wagt mal wieder jemand was&#8221;&#8230;</p>
<p>Spiegel Online versteckt sich jedoch tief im Sommerloch. Da kann die Bundesliga kaum helfen, dankbar war man wohl f&#252;r die ETA-Bomben auf Mallorca, und aber auch der Taifun in China kann nicht &#252;bert&#252;nchen, dass in der Redaktion mal wieder tote Hose war. Jedenfalls kann ich nur so erkl&#228;ren, wie ein Artikel wie &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640271,00.html">Die erste Million: Spar dich reich</a>&#8221; in das Online-Sammelsurium kommen konnte. Mal davon abgesehen, dass die besagte Million nat&#252;rlich Myriaden von Lesern zum Lesen des Artikels bringt, aber das was dann drinsteht ist so d&#228;mlich, dass es um jedes KB Traffic schade ist.</p>
<p>Allen Ernstes empfiehlt Spiegel, zusammen mit einem K&#246;lner Finanzunternehmen, dass man ja nur kr&#228;ftig Sparen muss, um Million&#228;r zu werden. Sch&#246;n garniert mit einem Lebensmotto-Zitats des Herrn Piëch: &#8220;Reiche Menschen sind dadurch reich, dass sie weniger ausgeben, als sie einnehmen&#8221;. Ob da wohl mal ein Leser dr&#252;ber nachdenkt, ob der Ferdi so ein tolles Geschwafel auch noch von sich geben w&#252;rde, wenn er nicht zuf&#228;llig als Enkel von Ferdinand Porsche schon stinkendreich geboren worden w&#228;re??</p>
<p>Nun ja, aber wie meint dann Spiegel und der Finanzberater einhellig?</p>
<p>&#8220;Corsa statt Cayenne, Mallorca statt Mauritius&#8221;</p>
<p>Sorry, Thema verfehlt. Sechs. Setzen.</p>
<p>Wieso wollen wohl so viele Menschen Million&#228;r werden? H&#228;? Um weiter Corsa zu fahren? Bullshit. Die wollen Cayenne fahren und die weite Welt jenseits vom Ballermann sehen&#8230; Was bringt denn (au&#223;er den Erben, nat&#252;rlich) die Million auf dem Konto, wenn man sich die vom Mund abspart und selbst nix davon hat? Genau, nix. Nigges, nada, niente.</p>
<p>Also, Thema wohl mal total falsch angepackt. Die Menschen wollen nicht die sieben Stellen auf dem Konto sehen, wenn es ihnen daf&#252;r an allem mangeln soll. Eigentlich wollen Menschen genug verdienen, um sich den Luxus leisten zu k&#246;nnen, den sie zu brauchen gedenken. Wenn es sein muss, dann halt auch Cayenne und Mauritius.</p>
<p>Ob dieser Artikel jetzt eher einen werblichen Charakter f&#252;r die genannten Finanzdienstleister haben sollte oder bewusst lanciert wurde, um mir was zu bloggen zu geben, wei&#223; ich nicht. Aber arm ist derjenige, der jetzt darin seinen &#8220;Weg zur ersten Million&#8221; sieht&#8230;</p>
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		<title>Das Web wird teuer</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 11:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufreger]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,640814,00.html">Wie auf Spiegel zu lesen war</a>, kommt wohl nun die Zeit, wo auch im Web richtig abgezockt werden soll. Herr Murdoch nutzt die Gunst der Stunde, in der es den meisten kleineren Verlagen nicht so recht gut geht, um mit seinem Medienimperium News Corp. die Nutzer auch online zur Kasse zu bitten.</p>
<p><!--more-->Nun, jeder soll Geld verdienen, wenn er es verdient. Und wie so sch&#246;n gesagt wird: Qualit&#228;tsjournalismus kostet Geld. Klar, es ist teuer, guten Journalismus zu betreiben. Aber mal ganz ernsthaft, die Mehrheit der Internetnutzer wird es nicht begr&#252;&#223;en, sich mit Abokosten an ein oder zwei Online-Medien zu binden.</p>
<p>Was &#252;ber Jahrzehnte mit Printmedien funktioniert hat, Erl&#246;se &#252;ber Werbeeinnahmen und Deckung von Herstellungskosten &#252;ber den Verkauf, hat bisher im Internet nicht so gezogen. Die Leute wollen nicht f&#252;r Inhalte bezahlen und viele Werbekunden haben die M&#246;glichkeiten der Onlinewerbung auch noch nicht kapiert.</p>
<p>Aber am wenigsten kapiert haben die Contentanbieter selbst. Man kann sagen, dass die meisten Verlage die letzten zehn Jahre online einfach nur versagt haben. Zehn Jahre ausprobieren, verzweifelt versagen und blind durch die Gegend stochern. Sorry, Mitleid habe ich mit denen altehrw&#252;rdigen Verlegern und angestaubten Medienmogulen wirklich nicht. Denn anstatt sich am neuen Medienmarkt zu orientieren, die W&#252;nsche und Verhaltensweisen der Nutzer zu adaptieren, waren sie so kurzsichtig, auf Biegen und Brechen, ihre Vorstellungen vom Abkassieren durchdr&#252;cken zu wollen. Mit dem Ergebnis, dass keiner richtig was verdient hat und wir, die Nutzer, mit lieblosem oder auch einfach schlechtem Onlinejournalismus bestraft wurden.</p>
<p>Sorry, einen F&#252;nfzeiler und einen anschlie&#223;enden Verweis auf den restlichen, kostenpflichtigen Artikel, den ich bereits morgens in der Zeitung lesen konnte, erachte ich nicht ansatzweise als wertigen Onlinejournalismus. Aber aus Angst, dass sie ihre Printmedien nicht mehr losbekommen, haben Verlage jahrelang das Onlinemedium ausgebremst. Wobei ich behaupte, dass der normale Zeitungsabonnent auch weiterhin Papier in der Hand halten will und deshalb nicht auf online umschwenkt, aber daf&#252;r die Nutzer der freien Onlinecontents massiv angestiegen w&#228;ren. Aber da man ja zu doof war, sich daf&#252;r ein Gesch&#228;ftsmodell einfallen zu lassen, h&#228;tte das au&#223;er Traffic ja auch nichts gebracht.</p>
<p>Zugegeben, ich hab daf&#252;r auch keine Allerweltsl&#246;sung. H&#228;tte ich die gehabt, dann w&#252;rde ich jetzt nicht mehr hier sitzen. Aber die Agonie, in der sich die Verlage dank schwindender Printums&#228;tze befinden, h&#228;tte nicht kommen m&#252;ssen. Aber dann h&#228;tte man vielleicht die grauen Eminenzen mit der Druckerschw&#228;rze an den Fingern mal durch etwas j&#252;ngere Entscheider ersetzen sollen&#8230;</p>
<p>Also, ich f&#252;r meinen Teil gedenke nicht, dass ich f&#252;r halbseidenen Onlinejournalismus auch noch bezahlen werde. Und dass, obwohl ich mich von Verlagen auch weiterhin f&#252;r meine Arbeit bezahlt wissen will. Aber eigenes Unverm&#246;gen (der Verlage) auf die Kosten anderer (uns, der Nutzer) abzuw&#228;lzen kann und will ich nicht unterst&#252;tzen.</p>
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		<title>Voll und leer</title>
		<link>http://www.saweso.com/2009/07/18/voll-und-leer/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 22:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gestern Nacht konnte ich nicht einschlafen, denn irgendwie war mein Kopf voller Gedanken, aber es lie&#223; sich bei aller guten Absicht keine Struktur oder Priorisierung in die Gedankenwelt bringen.</p>
<p><!--more-->Seltsam wie sich in unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden im Kopf ein Chaos einrichtet. Zuviele an sich unwichtige Gedanken (&#252;ber Aufgaben, Termine, Arbeit) sammeln sich an und blockieren jeden Gedankengang, der auf eine h&#246;here Ordnung, einen gr&#246;&#223;eren Zusammenhang oder einfach die Sinnhaltigkeit abzielt.</p>
<p>Das ist ein wirklich d&#228;mlicher Zustand. Denn auch wenn nicht wirklich bewu&#223;t, plant man im Geiste sein ganzes Dasein durch. Tageweise, wochenweise, monatsweise und noch viel weiter in die Zukunft. Das bemerkt man nat&#252;rlich dann erst, wenn das nicht mehr klappt und man ziemlich unvorbereitet von einem Tag zum n&#228;chsten lebt.</p>
<p>Abhilfe kann da so was L&#228;cherliches wie eine To-Do-Liste mit Kalender bringen. Und ich rede da nicht von Arbeitsterminierung und Aufgabenverwaltung (so wie das wohl viele bereits im Job machen), sondern, dass man dieses Verfahren auch auf das private Leben erweitert. Ist aber an sich schwer durchzuziehen&#8230;</p>
<p>Dennoch, die Leere in der Absichtsplanung, der Ausrichtung des Tuns und Handelns, macht das Leben nicht leichter&#8230;</p>
<p>Ich hoffe mal, dass das bald wieder vorbei ist&#8230; so stelle ich mir einen totalen Burn-Out vor&#8230; k&#246;rperlich am Ende, emotional leer und mit einer vollst&#228;ndigen Leere im Kopf&#8230; Kein sch&#246;ner Gedanke.</p>
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		<title>Urlaubstag &#8211; mal anders</title>
		<link>http://www.saweso.com/2009/07/16/urlaubstag-mal-anders/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 22:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Photographie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute hatte ich Urlaub&#8230; quasi. Nee, eigentlich nicht. Aber im Vergleich zur normalen Arbeit, ist das Arbeiten als Photograph schon fast Urlaub.</p>
<p><!--more-->So wie ein &#8220;Urlaubstag&#8221; auch sein soll, habe ich ihn auch laaaange ausgekostet. Um 9 Uhr aus dem Haus und um 22.45 Uhr wieder heim&#8230; und dennoch nicht gestresst, schlecht gelaunt oder irgendwie wie &#252;blich bei so einem Arbeitstag&#8230;</p>
<p>Los ging es mit einem Portrait von Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einem Seniorenwohnheim f&#252;r einen unserer Werbekunden. Da hatte ich gestern schon ein anderes in einem Schwimmbad gemacht. Heute konnte das leider nicht ganz mit dem von gestern mithalten. Und das von gestern nicht mit dem von letzter Woche mit dem Auto&#8230; egal, shit happens.</p>
<p>Dann ging es um 12 Uhr f&#252;r die Rundschau in Bad Homburg los. Auszubildende bei Karstadt, die &#252;bernommen wurden. Sowas ist heute schon eine Story wert. Und weil ich gerade da war, noch ein wenig die Einkaufsmeile in Bad Homburg und die Fassade des alten Landratsamts, die abgetragen wird, photographieren.</p>
<p>Dann gings weiter nach Kriftel. Das neue Parkbad hatte Richtfest&#8230; ein echter Leckerbissen so ein Termin. Wenigstens bin ich im Rohbau auf den Ger&#252;sten rumgeturnt, um auch mal einen etwas erhabeneren Standpunkt zu bekommen. War den Bildern nicht halb so zutr&#228;glich wie es meiner Laune zutr&#228;glich war <img src='http://www.saweso.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dann in Hofheim zu einem Schreiner im Ruhestand, der eine sehr beachtliche Sammlung alter Holzhandwerkzeuge zusammengetragen hat. Diese hat er bei sich zuhause in einer privaten Ausstellung vorgestellt. Inzwischen &#252;ber 1000 Exponate, teilweise aus dem 17. Jahrhundert. Von der Riesens&#228;ge, &#252;ber den Monsterhobel, bis zum kleinsten Hobel, den man gerade noch in die Hand nehmen kann (war glaube ich f&#252;r den Geigenbau). Sehr interessant zumindest. Die Bilder waren demnach dann auch okay.</p>
<p>Dann weiter nach Wiesbaden. Und Pause. Denn bis zum n&#228;chsten Termin waren dann doch fast zwei Stunden Zeit. Also erstmal ein bisserl durch die Wiesbadener Innenstadt gedackelt, mal geschaut, was sich so alles ge&#228;ndert hat. Ich habe ja eine relativ enge Beziehung zu Wiesbaden&#8230; war aber bestimmt schon seit 2 Jahren nicht mehr downtown gewesen&#8230; dann kam ich bei einem Friseur vorbei und dachte mir noch, ich k&#246;nnte meiner Coiffeurin ja einmal fremd gehen und mir mal schnell die Wolle scheren lassen&#8230; gedacht, getan. Gut ist. Und dann noch nen Latte Macchiato im Bistro. Gegen&#252;ber im Maredo sa&#223; ein Filmteam von RTL und ich dachte, nein, die werden doch nicht&#8230; doch, sie warteten auch auf &#8220;meinen&#8221; Termin. Denn der Herr K&#252;blb&#246;ck wurde im Zuge seines Zuzugs nach Wiesbaden vom Oberb&#252;rgermeister zum Essen eingeladen&#8230; viel Hype um nicht viel.</p>
<p>Was hat man als Photograph nicht f&#252;r geniale Ideen und Vors&#228;tze, wie man das eine oder andere m&#246;glichst attraktiv knipsen k&#246;nnte&#8230; naja, und dann kommt halt die Realit&#228;t und alle Vors&#228;tze sind obsolet. Knallhartes Improvisieren, und das meist mit mittelpr&#228;chtigem Erfolg. Warum sollte es bei K&#252;blb&#246;ck anders sein. Und &#252;berhaupt, so mit kurzen Haaren und adrett im edlen Zwirn kommt da auch nicht ganz so viel r&#252;ber&#8230; egal.</p>
<p>Zumindest war der Abschluss dann nochmal sehr gelungen. Raus aus dem Parkhaus, ab auf die Autostrada. Und da kam richtige &#8220;Feierabendromantik&#8221; auf: Don Henleys &#8220;Boys of summer&#8221; (ich nenne es einen Klassiker, andere halten das wohl f&#252;r nen Oldie&#8230;) auf voller Puste, die Scheiben unten, das Dach bis Anschlag offen (bei 23°C Au&#223;entemperatur h&#246;chstertr&#228;glich), im R&#252;ckspiegel der Sonnenuntergang und dann gem&#252;tlich mit 180 Sachen &#252;ber den Highway geritten&#8230; yeah, Baby&#8230; k&#246;nnte ich jeden Abend haben&#8230; aber dann m&#252;sste ich ja jeden Abend von Wiesbaden&#8230; egal.</p>
<p>Naja, insgesamt betrachtet war der Tag, seit langem mal wieder, sehr kommod und angenehm. Und in Anbetracht der Tatsache, dass ich heute so viel verdient habe wie im normalen Job in einer Woche&#8230; <img src='http://www.saweso.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Sollte ich viel h&#228;ufiger machen&#8230; naja, morgen vormittag gehts ja nochmal zum Knipsen. Dieses Mal Interieur. Und am Freitag zu Highnoon gibt es nochmal eine Hochzeit&#8230; Geht schon. Wenn ich jetzt noch jemanden h&#228;tte, der mir die eigentlich Arbeit erledigt&#8230; hm&#8230;</p>
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		<title>Burnt out generation &#8211; Follow up</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 22:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.saweso.com/2009/07/11/burnt-out-generation/">Mein Post &#252;ber den kollektiven Burn Out</a> ist auf &#252;berraschende Resonanz gesto&#223;en, deshalb hier ein kurzes Follow-up&#8230;</p>
<p><!--more-->&#220;berraschend war weniger die Resonanz an sich, als viel mehr von Leuten, die ich gar nicht bedacht hatte. Auch wenn die meisten sich ein wenig bedeckt halten, Outcomings sind nicht so popul&#228;r, so glaubt mir mal, dass es schon einige sind. In Relation zu denen, die den Post hier gelesen haben&#8230; gut ein Drittel.</p>
<p>Bem&#228;ngelt wurde mal, dass es sich bei der genannten Zielgruppe schon nicht unbedingt um eine repr&#228;sentative Mehrheit der Bev&#246;lkerung handle. Denn Abertausende verdienen nicht die 2.000,- €, die ich als &#8220;Grenze zur Unterschicht&#8221; ansetzte. Nat&#252;rlich nicht. Aber zum einen sei zu bedenken, dass bei zwei in Lohn und Brot stehenden Partnern, die 2.000,- € in vielen F&#228;llen &#252;berschritten wird. Von daher seien die 2.000,- € als quasi Haushaltnettomonatseinkommen zu betrachten. Aber selbst dann fallen da noch viele viele Tausende in die &#8220;Unterschicht&#8221;. Ajo, so ist es aber halt mal. Es ging ja hier auch nicht um eine allgemeine Abhandlung &#252;ber das Streben nach sozialem Aufstieg, sondern wirklich um eine ganz spezifische Gruppe.</p>
<p>Vielen sahen deutliche Parallelen zu ihrem Arbeitsleben, ohne jedoch sich als &#8220;burnt out&#8221; zu bezeichnen. Gut, mag sein, dass der eine oder andere dauerhaft damit klar kommt, Selbstmotivation ist Gabe und Fluch zugleich, andere sind evtl. einfach auch noch nicht so weit. Prinzipiell bleibt ja nur zu betonen, dass egal wie man &#252;ber die Runden kommt, entweder Geist oder K&#246;rper unter einer solchen Situation leiden. Und was auch immer zuerst negativ in Erscheinung tritt, die Ursachen sind meist die gleichen&#8230;</p>
<p>Einige meinen, dass sie das ja auch nicht lange mitmachen. In der stillen Hoffnung, dass bald eine &#196;nderung eintritt und sich alles zum Guten wendet. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Andere planen die &#196;nderung aktiv, und denken an &#8220;anderen Job, anderes Umfeld, alles wird besser&#8221;. Kann, muss aber nicht. Denn oftmals ist es ja nicht der Job oder das Umfeld. Es sind die Erwartungen, die man an diesen oder den anderen Job hat, oder an das eine oder andere Umfeld. Alles frisch, alles toll. Aber nach zwei Jahren gr&#252;&#223;t wieder t&#228;glich das Murmeltier. Same shit, different day&#8230;</p>
<p>Ich sehe das Problem wirklich in der Erwartungshaltung, einer Bemessungsgrenze des eigenen Erfolgs, die, gepaart mit &#252;bertriebenem Ehrgeiz, Symptom einer weit tiefer liegenden Verhaltensursache, das ganze Verhalten auf das Erreichen der Ziele ausrichtet und das ungeachtet aller negativen Nebenwirkungen. Von daher ist das nat&#252;rlich auch ganz bl&#246;de zu &#8220;therapieren&#8221;, denn es ist h&#246;chstindividuell und wie man aus dem Teufelskreis ausbrechen soll&#8230; nun ja. Wenn ich es herausfinde, dann werde ich es kund tun.</p>
<p>Ansonsten bleibt nur der Kreislauf aus Arbeiten, mehr Arbeiten und noch mehr Arbeiten. Denn Arbeiten hat nicht geholfen, also muss ich noch mehr machen. Bis es dann irgendwann nicht mehr geht. Der Eine mag nicht mehr schlafen k&#246;nnen, zumindest nur noch teilweise mal die Nacht durch, oder auch nur noch bei absoluter Ersch&#246;pfung, dann morgens fr&#252;h um vier oder f&#252;nf, ins Bett fallen, Andere sind dauerhaft nerv&#246;s, unruhig, getrieben, gehetzt&#8230; Mancher kommt von 0 auf 180 in zwei Millisekunden und fabriziert einen Blutdruck weit jenseits der 200&#8230; andere f&#252;hlen sich so beklemmt, dass an emotionale Ausbr&#252;che gar nicht zu denken ist.</p>
<p>Aber ich glaube, dass die wellenf&#246;rmigen Up und Downs am besten in einem der Downs unterbrochen werden k&#246;nnen. Wenn sich mal wieder die Sinnfrage stellt, der Antrieb verloren scheint, die Perspektive fehlt&#8230; dann einfach mal den Gang runterschalten bzw. auf Halbgas fahren. Ich bin fast davon &#252;berzeugt, dass es &#228;u&#223;erst hilfreich ist, wenn man Menschen um sich hat, die von dem Problem wissen und einem dabei helfen k&#246;nnen. Denn die Selbstdisziplin, die die meisten in der Arbeit, im Funktionieren, aufbringen, wird f&#252;r das Gegenteil, das Bremsen, das Runterschalten nicht viel n&#252;tzen.</p>
<p>Eine andere Frage, die aufgekommen ist, ob man denn wirklich soviel arbeiten muss, um einen Burn Out zu versp&#252;ren. Meines Erachtens, ja und nein. Ja, weil im &#252;bertragenen Sinne erst die Leistungabgabe das Ausbrennen verursachen kann. Nein, weil es mit Sicherheit in dieser Generation auch viele gibt, die nicht seelisch-k&#246;rperlich sondern einfach nur seelisch ausgebrannt sind. Desillusioniert von der Vorstellung, dass das Leben noch einmal so sch&#246;n und unbeschwert werden k&#246;nnte, wie man es als Kind erfahren hat und es sich bis heute wieder w&#252;nscht. Das mag genauso f&#252;r die Anfangdrei&#223;igerin gelten, die immer noch erfolglos auf ihren Traumprinz wartet oder den Mittzwanziger, der verzweifelt versucht, Party- und Lotterleben mit ernsthafter Arbeit zu verbinden. Manche m&#246;gen von alleine daraus rauskommen, andere verfallen in Depressionen. Der seelische Zustand mag sich &#228;hneln, aber es ist doch etwas anderes&#8230;</p>
<p><em>Wer denkt, dass es noch den einen oder anderen Aspekt zu erw&#228;hnen gibt, der m&#246;ge es mir sagen, dann gibt es noch einen Follow-up zum Follow-up&#8230;</em></p>
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