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Gigantomanie – für was?

Heute war Richtfest für das neue, architektonische Highlight Hamburgs: die neue Elbphilharmonie.

Ich bin weder Freund noch Feind klassischer Musik. Wegen des musikalischen Gehalts schätze ich sie, höre sie mir aber eher selten an. Es liegt also nicht an einer generellen Abneigung, aber diesen Bau der Elbphilharmonie kann man eigentlich nur für Irrsinn halten.

Hamburg soll von mir aus einen internationalen Top-Konzertsaal haben, aber nicht so und in diesem Kostenrahmen. Ursprünglich sollte der Bau wohl 77 Mio. Euro kosten. Nicht gerade wenig, aber für solch ein Projekt noch in einem annehmbaren Rahmen. Inzwischen ist man jedoch zum Schluß gekommen, dass es dann doch 323 Mio. Euro kosten wird, den Bau nach Plan zu vollenden.

Stellt sich die Frage: welcher Schönrechner hat denn da die Vorkalkulation gemacht? Und womit hat man den Typ bestraft? Denke nicht, dass er in die Fundamente eingegossen wurde… ist halt nichts mehr so wie früher…

Das Schlimmste daran ist jedoch, wer die Viertelmilliarde Differenz zusätzlich berappen muss.

Denn wer baut wohl so ein Gebäude? Kein Investor, kein Verein. Nein, Vater Staat baut so etwas. Also der gleiche Staat, der an Arbeitslosengeld und HartzIV sparen will, um die Finanzkrise zu bewältigen. Der wohl in Kürze zu gleichem Zwecke die Mehrwertsteuer erhöhen wird. Der Staat, der sich die Gelder von uns holt, an uns wegspart und dann für aberwitzige Gigantobauten rausballert. Liebe Leute, seid Ihr noch ganz sauber? Nee, ich glaub nicht…

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