Für die letzte Ausgabe der sechs3workstyle hatte ich ja bereits mit meinen Lomo-Kameras gespielt und folgerichtig darüber einen Artikel geschrieben.
Aufgrund dessen erhält die Geschichte “Lomo” nun das nächste Kapitel. Ich hatte den Artikel der Lomographischen Gesellschaft in Wien zukommen lassen. Und da man sich dort erfreut über den Artikel fühlte, hat man mir eine Lomo LC-A mit InstantBack+ zum Testen zukommen lassen.
Diese darf ich jetzt gut 10 Tage behalten und auf Herz und Nieren testen.
Womit ich natürlich auch bei schlechtem Wetter und trotz fehlenden Motiven sofort begonnen habe.
Das Ganze besteht aus einer Lomo LC-A+, dem verbesserten Nachbau der russischen Lomo LC-A. Über Jahre war diese eine Ikone in der Bestückung des russischen Volkes mit Vokskameras. Sie besteht zu größten Teilen aus Plastik, hat aber mit der Minitar 32/2.8 eine schon legendäre Linse verbaut. Mit leichtem Weitwinkel und der stark auf Sättigung und Kontrast getrimmten Linse und der starken Vignettierung, kommen bei Photographieren mit der Lomo immer extreme Bilder heraus.
Naja, zumindest wenn man passende Motive findet. Das passiert mir als altem Bürohocker nicht so einfach, aber man nimmt, was man bekommt.
Die Lomo ist eigentlich die perfekte Unterwegskamera. Zumindest ohne InstantBack. Denn dieses trägt schon mächtig auf. Aber selbst damit konnte ich sie immer noch in der Jackentasche mitnehmen. Ohne InstantBack jedoch ist sie wirklich ideal. Klein, leicht, perfekt. Ausserdem kann sie unterwegs und unter freiem Himmel wirklich aufs Beste ihre Vorzüge ausspielen.
Blauer Himmer und satte Farben, das kann die Lomo nur noch toppen.
Aber bei aller Grundbegeisterung für die Lomo… erst das InstantBack+ macht das Ganze zum echten Genuss. Denn nun muss man nicht erst bis zur Entwicklung des Kleinbildfilms warten, sondern kann sich bereits nach zwei Minuten über das Ergebnis freuen. Möglich machen es die Fujifilm Instax Mini, die nach dem Polaroidprinzip funktionieren und sich in Kürze selbst entwickeln. Da die Lomo an sich ja ein Vollautomat ist und sie Blende (2.8 bis 16) wie auch Belichtungszeit (1/500s bis unendlich) selbst bestimmt, kann man nur noch die passende ISO und den Fokus (per Zonenfokus in vier Stufen 0.8m, 1.5m, 3m, unendlich) selbst einstellen. Das auch beim InstantBack+, bei dem man bei einem Richtwert der Instax Mini von ISO 200, mittels ISO-Einstellung das Bild leicht unter- und überbelichten kann.
Insgesamt gibt es für das Bundle Lomo LC-A+ und InstantBack+ nur eine Aussage: endgeil, aber… leider scheißeteuer. Nicht nur der Bundle-Preis von 300,- € trübt die Euphorie, nein, auch die laufenden Betriebskosten, v.a. die des InstantBacks, lassen gar trübe Gedanken vom vorzeitigen Ruins aufziehen. Ein Instax Mini – Film mit 10 Bilder kostet stolze 10,- €. Leicht zu kalkulieren zwar, aber 1,- Euro pro Bild, kann bei ausgelassenem Instant-Knipsen schon schwer ins Geld gehen. Zumal der Suchtfaktor stark gegeben ist.
Deshalb wird es mir Anfang kommender Woche schwerfallen, die Lomo wieder nach Wien zurückzuschicken. Denn leider wird es für mich so schnell keine Lomo geben. Vor allem, weil ich es bei meinem anstehenden Bleau-Besuch jetzt gerade hätte schaffen können, ein paar tolle Bilder damit zu machen… und nicht zum 20. Mal das Pompejanum als Motiv herhalten muss.
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