Gestern Abend war ich, recht untypisch für Montag Abend, im Blockwerk, um die neuen Klettersocken anzutesten. Und war reichlich begeistert.
Zunächst war ich überrascht, dass an einem normalen Montag Abend doch einiges im Blockwerk los war. Immerhin noch 50 Leute waren bouldernd unterwegs. Das ist nicht so, dass deshalb die Halle voll gewesen wäre, ist aber besser besucht als erwartet. Das lässt die theoretischen, betriebswirtschaftlichen Betrachtungen über den Betrieb einer Boulderhalle in gänzlich anderem Licht dastehen. Denn plötzlich scheint sich das doch rechenbar zu machen… egal.
Weitaus begeisternder war die Performance der Jet7. Diese Kletterschlappen sind der Hammer. Okay, sie sind (noch und das hoffentlich noch lange) saueng und die Füsse freuen sich, sobald sie aus den Schlappen entlassen werden, aber dafür sitzen sie halt wie ein paar Socken (nur etwas schmerzhafter).
Zunächst muss man sich beim Wechsel von Anasazi auf Jet7 schon ziemlich umstellen. Denn die asymmetrische Form mit dem starken Downturn lässt das erste Antreten zu echten Überraschung werden: man steht nicht mehr mit dem Vorderfuss sondern eher ausschließlich mit dem großen Zeh. Die Spitze des Schuh kanalisiert sich auf dessen Position und damit wird ein Umdenken beim Antreten von Nöten… und ein wenig mehr Kraftaufwand in der Fußmuskulatur.
Aber wenn man sich dessen erstmal bewusst wird und dann entsprechend die Trittposition richtig wählt, dann steht der Fuß einwandfrei. Mit der endlich mal vernünftigen Fersenkonstruktion wird auch permanent ein gewisser Zug nach vorne aufgebaut, der das präzise Antreten unterstützt. Die Leistungsfähigkeiten im Pullen und hooken habe ich gestern nicht exzessiv getestet, aber die ersten Eindrücke können vermuten lassen, dass der Jet den Anasazi da ziemlich alt aussehen lässt… also doch ein Kauf, der mich definitiv begeistern kann.
Ähnlich begeistert war ich von meiner eigenen Performance. Etwas über zwei Stunden war ich im BW und habe in dieser Zeit die Quantität der Qualität vorgezogen. Demnach, und wenn ich mich nicht verzählt habe, war ich in 27 Bouldern unterwegs. An vier bin ich verzweifelt, die anderen hab ich gezogen. Die meisten bzw. fast alle davon im 1. Go. Zum Einen hab ich den kompletten orangenen Parcours gemacht und die Mehrheit des Roten. Dazu einige blaue und grüne Probleme. Und als Highlight Versuche in einer schwarzen Platte… However, es ist zumindest nicht selbstverständlich, dass man beim Bouldern echt ins Schwitzen gerät, aber das war gestern definitiv der Fall. Vielleicht eine gute Vorbereitung auf die Bleau’schen Parcours, die teilweise ja mit bis zu 40 Bouldern aufwarten… zumindest fühle ich mich heute morgen vergleichsweise gut. Keine großen Schmerzen, nur überall ein leichtes Ziehen. Dann kann es heute Abend ja nochmal ernst werden. Aber dieses Mal eher mit Qualität denn Quantität…
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