Nichts ist zu billig, um damit ein Stück Film zu belichten. Und da das im Moment meine Art zu fotografieren ist, ist es nicht verwunderlich, dass es diesmal eine Drei-Euro-Kamera war, die den letzten Film belichten durfte.
Sascha hat mir vor ewigen Zeiten eine Unterwasserkamera geschenkt. Komplett Plastik, mit einer “Focus free” 28mm-Plastik-Linse, gedacht um unter Wasser bunte Bilder zu fabrizieren, ohne Angst zu haben, dass eine teure Digitalkamera Schaden nehmen könnte. Ca. 3 € dürfte da als Einkaufswert angesetzt werden.
Irgendwann hatte ich mal das UW-Gehäuse abgenommen und musste feststellen, dass die Kamera sehr leicht und reichlich kompakt ist. Doch ob sie auch nur ansatzweise Bilder fabrizieren könnte, das musste jetzt ein Test zeigen.
Und siehe da. Ohne Fokussierung, ohne Blendeneinstellung, ohne Belichtungseinstellung… einfach nur Auslösen und dann den Film per Rädchen weiterspulen. Bingo.
Ich habe halt zunächst mal einen SW-Film belichtet und diesen dann selbst entwickelt und Pi x Daumen eingescannt.
Natürlich sind die Bilder aus digitalem Blickwinkel betrachtet lächerlich schlecht, aber wenn man eh schon die ganze Zeit lomographisch denkt, dann ist das alles gar nicht so schlecht.
Und einfacher fotografieren kann man nun wirklich nicht mehr. Jede Point-n-Shoot moderner Herstellung ist superkompliziert dagegen.
Das ist noch simpler als Holga, Lomo oder Diana. Geradezu überirdisch simpel. Und umso beeindruckender, dass ein belichteter Film dabei herauskommt.
Ach ja, und das ist das tolle Stück… vielleicht lackier ich sie mir mal noch schwarz, denn das Gelb sieht schon arg verboten aus…
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07.03.2010 am 21:45
Wieso denn lackieren? Steht doch “Color Plus” drauf.
08.03.2010 am 00:53
“Ca. 3 € dürfte da als Einkaufswert angesetzt werden.”
Dir schenk ich nochmal was!
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