Bei meinen ersten Analog-Versuchen war ich beim Digitalisieren schon stark ins Zweifeln gekommen… Die Qualität war ziemlich erbärmlich. Und immerhin ist das digitale Abbild des Analogen derzeit die einzige Möglichkeit, um mit dem belichteten Film was anzufangen.
Film ist auf der einen Seite mit einem hoch Auflösungsverhalten ausgestattet, andererseits ist er schwer empfindlich gegen Staub, Kratzer, Dreck, Fingerabdrücke etc… und wenn dann der Scanner nichts taugt, oder schlimmer gar der Scannende, dann ist der Ausflug ins Analoge schnell mit einem nicht unerheblich Maß an Frust gebündelt.
Bis ich im Keller meine Dunkelkammer eingerichtet habe und ans Ausbelichten gehen kann, muss der Scanner die Verwendbarkeit der Filme bewerkstelligen. Und der Epson Perfection 4490 Photo ist, obwohl nur Flachbettscanner mit Durchlicheinheit, nicht einmal so schlecht, dass man meckern müsste. Nur sollte man halt die Einstellungen auch so wählen, dass auch etwas ordentliches bei rauskommt.
Zunächst darf man sich keinesfalls von der Scandauer beeinflussen lassen. 4 Minuten pro Bild sind schon in Ordnung. Im Originalmaß des Frames mit einer Auflösung von 4800dpi bringt dann auch ansatzweise das Auflösungsvermögen des Films rüber. Aber, nachdem ich zuerst mit einem Ilford Delta 400, einen Film mit ISO 400 (wer hätts gedacht?) und durchaus sichtbarem Filmkorn, gearbeitet hatte, bin ich jetzt beim Ilford FP4+ mit ISO 125 und bedeutend geringerem Korn übergegangen. Ohne das grobe Korn lassen sich in der Tat recht ansehnliche Scans machen, die mit ca. 28MP fast ein wenig übermäßig sind. Aber kleiner lassen läßt sich ja immer.
BTW, bei irgendwelchen scannerspezifischen Staub-, Korn-, Irgendwasreduzierungsmöglichkeiten sollte man Vorsicht walten lassen. Denn z.B. Digital ICE arbeitet mit Farbfilmen und chromogenischen SW-Filmen toll, aber bei SW-Filmen auf Silber-Basis kommt Fürchterliches dabei raus… also dann doch lieber manuell in Photoshop nacharbeiten… so wie früher…
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