Für das morgige “Shooting” für eine Kampagne, die wir betreuen, haben Alex und ich heute das “Studio im Studio” aufgebaut… Ein “White-Seamless”-Setup, das doch gar nicht so white und seamless ist.
Wir sind hier in einem Fernsehstudio, da aber bewegtes Fernsehbild und werbeorientiertes Standbild nicht viel miteinander gemeinsam haben (oder will jemand für eine schlichte Anzeige einen blauen oder roten Hintergrund im Bild), haben wir ein weißes Hintergrundsystem aufgebaut und für den Spiegeleffekt auch ein wenig den Untergrund präpariert.
Letzen Endes ist der Untergrund nichts anderes als zwei OSB-Platten (wie man an den Seiten sehen kann, weil ich mich wohl in der Breite etwas vertan habe) garniert mit einer Lacktischdecke aus dem Baumarkt. Zum Glück gibt es die Lacktischdecken nicht mehr nur, wie in Omas Zeiten, mit Blümchenmuster für den Balkontisch sondern auch in strahlendem Weiß. Und außer ein wenig Geschick beim Glattziehen der Folie braucht es da auch nicht viel mehr dazu und man erreicht, was ich mir vorgestellt hatte. Und das bei einem Materialeinsatz von 20 Euro (für den Untergrund).
Dann noch drei Blitze, zwei für den Hintergrund, einen mit Softbox für das Model und dann passt das.
Dass man das Hintergundsystem bzw. den Stoff desselbigen bügeln könnte ist klar.
Mann hingegen gibt einfach ein wenig mehr Licht drauf, denn ein Blitz ist das bessere Bügeleisen
Dann noch den Rechner und Bildschirm aufbauen, denn wir schießen “tethered”, so dass die Bilder sofort auf dem kalibrierten Monitor erscheinen, und es kann an sich losgehen. Am Schluss nur noch in Photoshop ein wenig die OSB-Platte weggemalt und vielleicht die eine oder andere heftige Falte im Hintergrund (falls sich eine durchsetzen kann) und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Wird es morgen ja auch. Vielleicht hat sich dann die Lackfolie auch mal vollständig glattgezogen… wir werden sehen…
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