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Alle wollen Geld

Ist es nicht eigentlich absolut unfassbar, wer in der aktuellen Wirtschaftskrise alles nach staatlichen Hilfen schreit?
Also ich kann kaum mehr nachvollziehen, warum jeder meint, dass er “Anspruch” auf Steuergelder hätte…

Steuergelder sind doch eigentlich zur Verwendung im Sinne der Bürger eines Staates. Immerhin sind es ja auch die Bürger, die Gelder über Steuern bereitstellen.

Wie kann es dann sein, dass unsere Regierung nun “unsere” Milliarden und Abermilliarden in so “unterstützungswürdige” Einrichtungen wie Banken und Automobilhersteller pumpt? Es ist ja nicht so, dass Banken und Autohersteller nicht ebenso Milliarden an uns verdient haben. Aber sie haben es verzockt oder falsch investiert und nun sind es wieder wir, die mit unseren Steuern dafür Sorge tragen sollen, dass wir bald wieder oder weiterhin zu unsittlichen Zinssätzen unsere Konten überziehen können oder maßlos überteuerte Autos kaufen dürfen.

Also ich weiß nicht, in meinem Sinne ist das nicht. Und ich wage zu vermuten, dass andere Bürger und Steuerzahler das ähnlich sehen. Irgendwo fehlt mir da der entscheidende Link. Denn klar, sind Tausende von Arbeisplätzen gefährdet. Aber das sind sie so oder so. Denn wer nicht vernünftig und verantwortungsvoll in guten Zeiten mit seinem eigenen Geld umgeht, wird in schlechten Zeiten mit dem Geld anderer auch nicht mehr Sorgfalt walten lassen. Und wo bleibt denn dann auch die Gerechtigkeit? Nur weil die Automobilhersteller wieder liquide sind, ist immer noch nicht gesichert, dass auch die vielen Zulieferer am Leben bleiben. Und warum sollten die gierigen Banken ihre gefährlichen, ja unverantwortlichen, Investments unterlassen? Da ja soviele Milliarden den Bach runtergegangen sind, ist doch sogar wahrscheinlich, dass jetzt noch riskantere Investments getätigt werden, um die Verluste schnell wieder zu kompensieren…

Jetzt fangen die Flugzeugbauer von Airbus schon an zu fordern, dass der Staat die Fluglinien stützen soll, damit die neue Flugzeuge kaufen können.

Sorry, da hört es bei mir gänzlich und endgültig auf. Sollte ich für meine Kunden nun auch staatliche Subventionen fordern, damit die bei mir mehr Werbung in Auftrag geben können? Bullshit. Mal vom bescheuerten Grundkonzept abgesehen, wenn man irgendwo anfängt, dann wird es kein Ende geben. Dann will jeder Geld und seine höchsteigene unternehmerische Verantwortung an Gevatter Staat abgeben. Aber dann brauchen wir auch keine Marktwirtschaft mehr und mit einem kleinen Schritt weiter, der Verstaatlichung der Unterstützen, kommen wir einem Kommunismus ein Stück näher.

2 Kommentare »

  1. avatar
    Michael sagte:
    31.01.2009 am 09:48
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    Da muss ich Dir nun wirklich recht geben!
    Habe diese Forderungen nun auch gerade in einem Artikel vernommen.
    Dies scheint als selbstverständliche Pflichten aller Bürgers gesehen zu werden, die sich immer mal wieder vonWahlen auf kommunaler und bundesweiter Ebene verewigen und hoffen, das die da “oben” schon wissen was sie machen… (leider allzu oft ein Trugschluss)

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  2. avatar
    Christian sagte:
    01.02.2009 am 19:25
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    Die da oben haben leider keinen blassen Schimmer. Schon gar nicht davon, wie ihr Tun “unten” ankommt. Die Großkopferten bekommen die Asche in den Arsch geschoben und “unten” gibt es dafür dann nur fadenscheinige Abwrackprämien und wenn der Spuk rum ist, saftige Steuererhöhungen um das ganze Übel zu bezahlen.
    Hätten die Flachmaten einfach die MwSt. auf 14% gesenkt, dann hätte mal die Masse was davon gehabt. Aber so werden die dicken Versager trotz ihres Unvermögens nur noch dicker und wir dürfen es bezahlen.

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