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Sonntags-Rundschau

Heute war ich zum ersten Mal ganz offiziell für die Frankfurter Rundschau fotografisch im Einsatz. Zuerst bei der Deutschen Meisterschaft im Speedway in Hofheim-Diedenbergen, danach beim Fussball in Seligenstadt, Sportfreunde Seligenstadt gegen SG Bruchköbel.

Zeitungstypisch war alles zeitlich recht knapp bemessen. Speedway begann um 14 Uhr, Fussball um 15 Uhr. Also von 14 bis 15 Uhr in Diedenbergen, Bilder sichten, auswählen, bearbeiten, verschlagworten und per UMTS hochladen. Dann die Fahrt nach Seligenstadt, zweite Halbzeit knipsen und dann wieder Bilder sichten, auswählen, bearbeiten, verschlagworten und per UMTS hochladen.

Um ziemlich genau 17 Uhr war alles vorbei. Naja. Fast.

Denn wir sind ja bei der Zeitung. Und die wollen nicht nur Bilder, sondern auch wissen wer da drauf ist. Oh, oh…

Zugegeben, bei den Captions hab ich ein wenig Murks gemacht. Denn mir war nicht ganz klar, dass die von allem und jedem auf dem Bild auch den Namen haben wollen. Jetzt ist das beim Speedway eh so, dass die Fahrer keine Nummer haben, sondern nur pro Lauf verschiedenfarbige Überzieher übern Helm bekommen: Weiß, Gelb, Rot und Blau. Und einzig die Ansage des Sprechers verrät, wer gerade unter Rot sitzt…

Thomas Stange, MSC Diedenbergen

Kurz und gut, ich hatte keinen Schimmer und musste mir erst mühselig anhand der Aufnahme-Uhrzeit zusammensuchen, welcher Lauf auf den Bildern gerade abläuft und anhand der Ergebnisliste die Fahrer namentlich zuordnen.

Aber noch nicht genug.

Beim Fussball ist es ähnlich. Einen Spielberichtsbogen hatte ich natürlich auch nicht, hätte auch gar nicht gewußt von wem ich den denn hätte bekommen sollen. Das ist das Leid, wenn man während der spannenden zweiten Halbzeit erst eintrudelt. Denn dann sind alle aufs Spiel konzentriert.

Und wenn sich die Redaktion dann auch noch ein Bild raussucht, auf dem bei den beiden Spielern nicht mal die Trikotnummer zu sehen ist, dann wirds garstig.

SF_Seligenstadt

Zum Glück waren die Zwei auch auf anderen Bildern noch zu erkennen und so war recht schnell klar: die Nummer 9 und die Nummer 11.

Aber woher jetzt die Aufstellung herbekommen? Beim Gastgeber war telefonisch nur noch der Platzwart erreichbar. Shit.

Aber ich hab ja nicht umsonst eine Trainerlegende im engsten Verwandtenkreis, also kurzes Telefonat mit Daddy und schon war der Trainer der Gastgeber bekannt und angerufen. Der wußte natürlich wer wer war und somit war das Problem auch gelöst und die Lokalsport-Redaktion war auch zufrieden.

Hoffentlich ist es heute der Bildredakteur auch, damit ich mit dem frisch Erlernten auch in Zukunft wieder ran kann.

So merke:

  • Schreib alles mit oder nimm es auf (besser).
  • Benutze ein Diktiergerät (oder einen iPod mit Mikro, oder die Diktierfunktion in der 1er).
  • Halte die Uhrzeit in den Kameras immer penibel genau eingestellt.
  • Gibt es Unterlagen, finde sie und nimm sie mit
  • Nimm Dir die Zeit, die es braucht. Die anderen sollen warten.

Dabei sind mir noch ein paar Sachen ein bzw. aufgefallen:

Die Nikonians nehmen wirklich zu. Von den Pros beim Speedway war bereits die Mehrheit mit Nikon unterwegs (gut, beim Fussball gabs dann ein 3:0 zugunsten Canon).

Es wäre schlichtweg genial, wenn es etwas wie Pocket Phojo für das iPhone gäbe. Im Einzelnen gibt es ja bereits ein Tool zum Nachbearbeiten (auch Croppen und Resizen) und auch ein FTP-Programm, aber die Bilder von der Kamera aufs iPhone zu bekommen ist derzeit noch der Knackpunkt (auch wenn ich einen SD-Cardreader für einen iPod gefunden hatte. Müsste halt CF sein und auch am iPhone funktionieren). Dann wäre das lästige Importieren per Laptop und Upload per UMTS in einem handlichen Gerät immer möglich. Nicht erst im Auto…

Eine Reaktion zu “Sonntags-Rundschau”


  1. Sebastian

    Wenn ich das so lese, bin ich dann doch ganz froh, daß nicht (neben-)beruflich für Zeitungen knipse. Das gibt einem dem Luxus, zum einen nur Dinge zu fotografieren, mit denen man sich auskennt und zum anderen, das Verschlagworten zu Hause in Ruhe und mit Muse durchführen zu können. ;-)

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