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Night on fire

0 Uhr. ich sitze am Rechner und arbeite noch ein bisschen (weil ich bis morgen bzw. heute mittag was fertig haben muss). Draussen ist es mild temperiert, also ist das Fenster offen. Unversehener Dinge gehen plötzlich Sirenen los. Die Freiwillige Feuerwehr ruft zur Feuerfront. Gut, nicht mich.

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Aber plötzlich aus der Ferne hört man leise noch mehr Sirenen zum Einsatz rufen. Und auch immer mehr Feuerwehrfahrzeuge kommen mit Sirenen aus der Ferne an- bzw. vorbeigefahren.

Da ist wohl was Größeres passiert.

Kurze Mail an Sascha, ob der alte FFW’ler irgendwas weiß. Meine Vermutung ist die naheliegende Autobahn. Mal wieder ein LKW der ausbrennt. Aber nein. Scheint nicht so.

Dann der Anruf von Sascha:

In Karlstein brennt eine Batteriemontagefirma.

Hm. Gut. Nicht sehr weit weg, Luftlinie vielleicht 2 km im Industriegebiet am Ortsende.

Hinfahren? Fotos machen?

Nein, die Arbeit wartet. Und die verdient das Geld. Nicht ein paar Bilder von einem Brand in Dettingen.

Fünf Minuten später hab ich meine Meinung geändert, die Nacht ist eh zu kurz für alles und bin hingefahren. Was mich erwartet, sieht beängstigend umfangreich aus. Auf dem Parkplatz vor der nahegelegenen Sporthalle haben sich Feuerwehr und Rettungskräfte ihre Einsatzzentralen errichtet, unzählige Blaulichter leuchten. Die ganze Kulisse ist durch Flutlicht erleuchtet, zwei Teams auf Drehleitern bewässern das Dach der großen Halle, riesige dunkle Rauchschwaden hängen über der Szenerie.

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In zwei der vier Lager- und Montagehallen brennt es. Das Dach der einen Halle ist bereits eingestürzt, bei der anderen wird versucht das zu verhindern. Ständig explodieren in den Hallen die Batterien im Feuer.

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Zum Glück ist keiner verletzt, nur massig Sachschaden.

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Ich lass mich mit Sascha vom Presse-Betreuer noch ein wenig rumführen, dann gehts wieder in die Heimat, an den Schreibtisch.

Ergebnis: von ein Uhr bis halb drei, ca. 100 Bilder (teils derb verrauscht bei ISO 1250), einige ganz ok.

Und das was bleibt ist der beissende Brandgeruch in der Nase. Ach nein, das Fenster ist immer noch auf und der Wind hatte gedreht… das bleibt mir jetzt wohl noch die ganze Nacht erhalten.

Hier noch ein paar mehr Bilder.

1 Kommentar »

  1. avatar comment-top

    [...] Christian lamentiert nun schon das zweite Mal innerhalb von drei Tagen, wie hart doch das Leben von Fotografen sei: Unzureichende Ausrüstung, die mit stockdunkler Nacht nichts anzufangen wisse, lästiger Regen und durchwachte Nächte. Das hat mich dazu angespornt, diese widrigen Umstände mal wieder selbst zu testen und nachzuvollziehen. [...]

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