Wie entspannend kann es sein, wenn man sich ab und an ein ganz wenig Zeit nimmt, die Gedanken von der Arbeit abschweifen läßt und versucht sich selbst, das Tun und Handeln, aus objektiver Sicht einer dritter Person zu ergründen. Je öfter ich schaue, umso deutlicher zeichnet sich ein Bildnis des Absurden.
Der stetigen Arbeitslast, dem Termindruck, dem kreativen Muss zu entfliehen gelingt nicht mehr. Es zu bewältigen, die Leistung zu steigern, den Output zu erhöhen, scheint unerreichbar. Doch selbst die Einsicht darüber verspricht keine Linderung.Vielmehr kommt eine fatale Absurdität ins Spiel: die Flucht nach vorne. Das Bemühen doch der Lage Herr zu werden, vernebelt die Wahrnehmung der Fatalität.
Einem jeden ist eine Grenze auferlegt, die er nicht überschreiten sollte. Und bei dem alleinigen Versuch ist die Strafe hoch und vielleicht endgültig. Aber wieso nicht einfach die Spur verlassen? Wieso denn dann erst recht nochmal Gas geben? Ist es die Sinnfrage, die ergründet werden will aber immer im Dunkel liegen wird? Wieso tue ich all das? Wo ist das Ende, das Licht am Ende des Tunnels? Wann ergibt alles einen Sinn oder kann es das überhaupt jemals?
Das Streben nach der Sinnfindung findet kein Ende, denn es gibt keinen Sinn. Erst mit der Akzeptanz der Sinnlosigkeit läßt sich ein Gang runterschalten, mancher findet sogar die Bremse.
Camus hatte durchaus Recht, wenn er den Mensch als rastlos in der Absurde nach Sinn suchend vermutete. Ein tägliches “und dennoch mach ich weiter” ist Beschreibung der Sinnlosigkeit, denn auch der Sinn des Aufhörens ist nicht existent. Vielleicht ist die Suche selbst der Sinn für den Suchenden. Der Weg zu keiner Erkenntnis scheint Motivation zu sein, um ständig weiterzuwandeln.
Und dennoch ist das Eingestehen des Absurden der einzige Weg, um dauerhaft weitermachen zu können. Nicht das verzweifelte, hektische Suchen nach Erleuchtung sondern das gemächliche Beobachten ohne wirkliche Hoffnung auf Entdeckung, läßt genug Luft um durchzuatmen…
PS: Durchatmen und Nachdenken kann einen zu hohen Blutdruck sehr schnell wieder auf normale Werte senken. Nur mal so am Rande…
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29.08.2007 am 19:57
Auch wenn ich solche Geschichtchen eigentlich eher affig finde, hier möchte ich sie dennoch zum besten geben. Vielleicht hilft sie Dir ja auf der Suche nach dem Sinn des Daseins.
Ein Philosophieprofessor steht vor seinen Studenten und hat ein paar Dinge vor sich liegen. Er nimmt ein großes leeres Mayonnaiseglas und füllt es bis zum Rand mit großen Steinen. Dann fragt er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Die Studenten stimmen zu. Daraufhin nimmt der Professor eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttet sie in das Glas, schüttelt es leicht und die Kieselsteine rollen in die Zwischenräume der größeren Steine. Der Professor fragt seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Die Studenten stimmen wieder zu und lachen. Der Professor nimmt nun eine Schachtel mit Sand und schüttet ihn in das Glas. Der Sand füllt die letzten Zwischenräume im Glas aus. “Nun möchte ich”, sagt der Professor, “dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie Ihr Leben ist. Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder. Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben – Ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge wie z.B. Ihre Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Der Sand symbolisiert den Rest in Ihrem Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden, haben Sie keine Energie mehr für die großen. Achten Sie also auf die wichtigen Dinge! Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Partner und Ihre Kinder! Achten Sie auf ihre Gesundheit! Es wird noch genug Zeit für Arbeit, Haushalt, Partys usw. geben. Achten Sie zuerst auf die großen Steine! Sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.” Als der Professor die Vorlesung beendet hat, kommt ein Student aus der letzten Reihe nach vorne und nimmt Glas mit den großen Steinen, den Kieseln und dem Sand – bei dem sogar der Professor zugestimmt hat, dass es voll ist. Der Student kramt in seinem Rucksack, holt eine Flasche Bier heraus, schüttet das Bier in das Glas hinein und füllt damit den noch verbliebenen Raum im Glas aus. Nun ist das Glas erst wirklich voll.
Die Moral von der Geschichte:
Egal wie erfüllt Ihr Leben ist, es ist immer noch Platz für ein gutes Bier!