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Ich geb auf

Heute gibt es sogar zwei Posts. Schon lange, lange her, dass sowas passiert ist. Und wieso? Weil ich zu viel Arbeit habe…

Und ich höre schon die Frage “Warum vergeudest Du Deine Zeit mit Posten?”.

Weil ich in 10 Tagen in den Urlaub fahren werde und es bis dahin einfach nicht schaffen kann. Es ist einfach zu viel Arbeit. Und obwohl ich die letzten sechs Wochen kaum vor drei Uhr ins Bett bin und im Mittel 70 Stunden pro Woche arbeite (und im Moment auch nicht mehr Stunden bringen kann), so ist es momentan zu viel.

Ich hab auch die Schnauze voll, dass scheinbar jeder Kunde denkt, heute anrufen, weil er morgen etwas ganz Wichtiges braucht, voll OK ist und ich nichts besseres zu tun habe, als ausschließlich ihm genau diesen Dienst jetzt und sofort zu erweisen. Leider ist bei zehn solchen Kunden nichts, aber auch gar nichts, jetzt und sofort möglich. Und selbst das, was langwieriger ist und auch viel mehr Arbeit nach sich zieht, geht dann nicht mehr so ohne weiteres. Denn das ganze Kleingedrösel nimmt die Zeit für Großes.

However, ich resigniere. Ich werde noch das machen, was noch geht. Und wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme und wir einige unzufriedene Kunden mehr haben oder gar einige Kunden weniger… well, that’s business.

Auch wenn es immer mein Vorsatz war, Dienst zu leisten, nur Gutes, wenn nicht Besseres, abzuliefern, immer zuvorkommend und zeitnah zu agieren… sorry, so wird das nichts mehr. Wenn eine Arbeit für vier Werktage (inkl. Zeit zum Nachdenken und für die angebrachte Sorgfalt) parallel zu zwei anderen Aufträgen an einem Wochenende getätigt werden muss, dann stimmt einfach einiges nicht.

Gut, mit Krankheit von Mitarbeitern kann und muss man rechnen, auch wenn es zeitlich nicht ungünstiger hätte kommen können, aber irgendwie kann es dann ja nicht angehen, dass alles an einem hängen bleibt. Natürlich hätte ein Ersatz beigeholt werden können, aber den oder die lernt man auch nicht in zwei Tagen an. Und außerdem, wenn man wie ich das Problem hat, dass man generell denkt, alles selbst tun zu müssen, damit eine Arbeit die eigenen Ansprüche erfüllt, ja dann… bleibt nur übrig, weniger zu tun.

Aber das soll mich jetzt mal nicht mehr als tangentiell periphär berühren. Ich denke, ich hab mir die letzten Tage, Wochen, Monate, Jahre genug den Arsch aufgerissen, dass es mir jetzt mal langsam am selbigen vorbeigehen kann.

Ich bin müde. Flasche leer, Schnauze voll. Ich habe fertig… zumindest fürs Erste…

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