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Ordnung in der Jukebox

Die beschauliche Zeit um Weihnachten bietet sich an, um Sachen zu erledigen, für die man sonst keine Zeit findet. Wie zum Beispiel: Ordnung in die MP3-Sammlung bringen. Insbesondere wenn das Christkind einen iPod Nano mitgebracht hat…

Die meisten meiner 15 GB MP3s stammten aus meiner frühen Linux-Zeit, als ich mich eines Wochenendes hingesetzt habe und meine sämtlichen CDs gerippt habe. Aus mangelnder Weitsicht hatte ich einfach die MP3s mit “$Artist – $Title” in einem $Artist-Ordner abgespeichert. Um so Sachen wie ID3-Tags machte ich mir sowieso keine Gedanken. Auch die Idee, die Ordnerinhalte nach Alben zu sortieren, kam mir damals nicht.

Dafür musste ich die letzten Jahre mit einer gewissen Unordnung und Chaos leben.

Dann kam mit dem ersten heimischen Apple auch iTunes ins Spiel. Aber statt die Lieder iTunes in der Library verwalten zu lassen, ließ ich die MP3s aus Platzgründen unverwaltet auf dem Server liegen. Damit war die Unordnung auf dem Server zunächst verdrängt und vielmehr störten bei iTunes einige fehlende bzw. falsche ID3-Tags.

Zudem ist mit iTunes 7 ja auch noch das nette Feature Cover Flow hinzugekommen und da kam dann das Problem mit den fehlenden Covers auf.

Aber Apple wäre nicht Apple, wenn es nicht Leute geben würde, die der Einfachheit halber (oder aus Faulheit) tolle Tools basteln würden, um solch umfangreiche Arbeiten wie MP3-Sammlungen zu säubern, zu vereinfachen:

  • Tri Tag: Hiermit lassen sich ID3-Tags ausgewählter Lieder einfach manipulieren bzw. erweitern. Dies habe ich getan bevor ich meine Lieder neu in die iTunes-Library importiert habe. Damit war erstmal etwas mehr Ordnung.
  • iEatBrainz gleicht ausgewählte Lieder aus iTunes mit der MusicBrainz-Datenbank ab und schlägt ID3-Tags vor. Es bedarf zwar einer gründlichen Kontrolle der Vorschläge, aber die Treffer-Quote war erstaunlich hoch.
  • Clutter wiederum ist ein sehr cooles Tool, das das Ablegen von Alben auf dem Desktop erlaubt und damit einen schnellen Zugriff darauf. Eigentlich eher als Nebeneffekt, kann man für alle Alben in iTunes von Amazon oder von Google Album-Covers laden und in die iTunes-Library exportieren. Somit macht dann auch Cover Flow richtig Spaß.

Bleibt zu vermelden, dass alle drei Tools Freeware bzw. OpenSource sind.

Wenn jetzt natürlich jemand meint, “iTunes kann doch auch Alben aus dem iTunes-Store laden”, kann ich nur sagen: ich weiß. Aber genau das will ich nicht. Denn das Procedere einen iTunes-Store-Account zu bekommen ist mir zu blöde. Erstens habe ich keine Kreditkarte, und selbst wenn, möchte ich nicht wegen ein paar Cover-Bildchen Apple meine Daten geben, und zweitens, die Methode über Click&Buy finde ich persönlich nicht minder doof.

Also dann lieber etwas mehr Arbeit gemacht und hintenrum zum gleichen Ergebnis kommen. Jetzt macht iTunes auch wieder richtig Spaß…

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