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BenQ-Siemens

…oder wie man schön bescheißt. Als Siemens die defizitäre Handysparte verkaufen wollte und sich mit BenQ ein vermeintlicher Interessent zeigte, war eigentlich schon klar das die Stunden für Siemens-Handies und die deutschen Standorte gezählt waren. Aber so wie die Wahrheit jetzt den Vermutung einholte, ist dennoch Grund zur Aufregung.

Nach dem festgeschriebenen einen Jahr der Erhaltung der drei deutschen Standorte und vier Wochen nach der Zusage weiterer Millionen-Subventionen einfach zu sagen “Leute, jetzt ist Schluß. Ab nächste Woche heißt es Insolvenz”, ist schon wirklich derb.

Gut, dass es BenQ nicht weiter juckt. Taiwan ist weit weg und auf dem deutschen Markt hat BenQ mangels Substanz auch kaum mit Verlusten zu rechnen. Dass sich Siemens so einfach und billig aus der Affäre ziehen konnte und das bei genauem Wissen um das, was passieren würde, macht mich hingegen richtig sauer.

Mit welchem Recht kann sich ein Konzern wie Siemens einfach so billig aus seiner Verantwortung herauswinden? Das sollte eigentlich unter Strafe stehen. Globalisierung ist zum Kotzen. Ich kann nicht soviel Saufen wie ich Kotzen möchte, wenn ich diese reine Gewinnorientierung der Großkonzerne sehe. Die einen kürzen den Arbeitnehmern alle Boni aber der Vorstand bekommt 30% mehr, andere lassen durch Dritte einfach ganze Firmensparten stilllegen… das stinkt zum Himmel.

Eigentlich müsste sich mal jemand hinsetzen und die ganzen Verfehlungen der “Großen” genau dokumentieren und dann Kaufempfehlungen herausgeben. Denn damit ließen sie sich an ihrer empfindlichsten Stelle treffen: Bestrafung durch Kaufboykott.

1 Kommentar »

  1. avatar comment-top

    http://www.golem.de/0609/48118.html

    Gibt es nicht auch eine Stelle, die Steuerverschwendungen sammelt. Habe dazu schon den ein oder anderen Bericht im TV gesehen, da können einem aber auch die Haare zu Berge stehen.

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