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Die Kunst Nein zu sagen

Wenn man als selbständiger Werber und Webdesigner seine Brötchen verdienen will, ist man mehr oder weniger abhängig von der Auftragslage und der Investitionslaune der Klientel. Da sich aber die meisten Kosten als sehr konstant erweisen, kann es schonmal zu der Situation kommen, dass man Aufträge zu Konditionen annehmen würde, die man so gar nicht haben will. Dann heißt es, beharrlich zu bleiben und einfach mal “Nein” zu sagen.

Wenn man sich, wie ich, vorgenommen hat, keine Website unter 1500,- Euro mehr zu machen, sollte man sich auch in ruhigeren Zeiten nicht dazu hinreissen lassen, eine Website auch für unter 1000,- zu machen, nur damit man was zu tun hat.

Für den Fall, dass gerade kein Kunde da ist, der für zwei-, drei- oder viertausend Euro eine Website von uns haben will, dann sollte man besser das gute Wetter genießen und die Umsätze in anderen Segmenten machen, als einfach irgendwelche Aufträge zu schlechten Konditionen zu akzeptieren. Gegen diese Regel zu verstoßen, birgt nämlich einige Risiken:

  • Kunden, die nur 1000,- ausgeben wollen, wollen evtl. eine Website… aber nicht von uns. Sonst wären sie auch bereit mehr zu zahlen.
  • Kunden, die bei geringen Preisen noch wegen 100,- feilschen, bringen selten Spaß. Die Unterstützung ist meist recht schlecht und die Ansprüche im Gegenzug sehr hoch.
  • Hat man einmal einen Mindestpreis gesetzt und bricht dieses Limit, könnte es schwer werden, kommenden Kunden den Mindestpreis abzuverlangen (zumal wenn dieser Kunde von den günstigeren Preisen Kenntnis hat).
  • Murphy und sein Gesetz sind allgegenwärtig. Wenn man schon fast nichts verdient, dann hat man meisthin auch noch den meisten Ärger.

Also lieber daraus was lernen und entweder richtige Geschäfte machen oder gar keine… halbe Sachen können auch nur halb positiv sein.

Dann doch lieber mal an eigenen Projekten rumwerkeln oder mal “pro bono” eine Website für einen guten Zweck machen. Das kann viel befriedigender sein und bringt eventuell auch noch gute PR.

Im Allgemeinen verhält es sich eh so, dass man begehrter wird, je rarer man sich macht. Mach ich wenige, gute Seiten für gutes Geld, steigt die Wahrscheinlichkeit auch weiterhin Aufträge für solche Seiten zu bekommen. Denn wenn die “schlechten” Seiten, aufgrund von Budget-Beschränkungen in zu kurzer Zeit fertig werden müssen, fehlt es meisthin an Feinschliff und Details und dann werden daraus keine guten Referenzen.

Also lieber mal ein klares “Nein” zur passenden Zeit und das Arbeiten wird schöner… 

1 Kommentar »

  1. avatar comment-top

    Ganz meine Meinung! :-)

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